Schutzziele der Informationssicherheit

Die Schutzziele der Informationssicherheit sind die elementaren Kernpunkte für den Schutz von Informationen. Sie umfassen alle Maßnahmen, die getroffen werden, um Daten vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Dabei spielen sowohl externe Bedrohungen als auch interne Risiken eine Rolle.

Um die Schutzziele der Informationssicherheit zu erreichen, muss ein Unternehmen seine IT-Sicherheit entsprechend aufstellen und kontinuierlich weiterentwickeln.

Zu den Schutzzielen zählen:

  • Vertraulichkeit (Confidentiality)
  • Integrität (Integrity)
  • Verfügbarkeit (Availability)

Es gibt darüber hinaus erweiterte Schutzziele:

  • Authentizität (Authenticity)
  • Nichtabstreitbarkeit (Non-Repudiation)
  • Verlässlichkeit (Reliability)

Diese Schutzziele werden in diesem Artikel im Detail beschrieben.

Was ist Informationssicherheit?

Informationssicherheit ist ein Konzept der Informationsverarbeitung, das sich mit dem Schutz von Daten vor unbefugtem Zugriff und Manipulation befasst. Um die Informationssicherheit zu gewährleisten, müssen bestimmte Schutzziele erreicht werden, darunter Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Die Vertraulichkeit stellt sicher, dass Daten nur von autorisierten Benutzern eingesehen und verwaltet werden. Die Integrität verhindert, dass Daten unbemerkt verändert oder manipuliert werden können. Die Verfügbarkeit sicherstellt, dass Daten jederzeit zur Verfügung stehen, wenn sie benötigt werden. Informationssicherheit ist ein wesentlicher Aspekt der IT-Sicherheit und schützt Unternehmen vor Risiken, die durch Datenverlust oder -diebstahl entstehen können.

Vertraulichkeit (Confidentiality)

Vertraulichkeit ist ein Schutzziel, das sicherstellen soll, dass bestimmte Informationen nur von autorisierten Personen gelesen oder verstanden werden können. Vertraulichkeit schützt zum Beispiel Geschäftsgeheimnisse, personenbezogene Daten oder militärisches Know-how. Die Vertraulichkeit von Informationen kann durch technische und organisatorische Maßnahmen gewährleistet werden. Beispielsweise können Daten verschlüsselt werden oder es kann eine Zugangskontrolle eingerichtet werden. Die Einhaltung der Vertraulichkeit ist jedoch nicht immer einfach, da autorisierte Personen häufig Zugang zu denselben Informationen haben. Darüber hinaus können schutzwürdige Informationen auch an unternehmensexterne Personen weitergegeben werden, zum Beispiel an Geschäftspartner oder Kunden.

Integrität (Integrity)

Schutzziel Integrität in der Informationssicherheit beschreibt den Schutz der Integrität von Informationen vor unbefugten Modifikationen. Dabei sind die Schwere und die Häufigkeit der möglichen Schäden abzuschätzen. Ein schutzwürdiges Objekt kann zum Beispiel eine Datenbank oder eine Datei sein. Die schutzwürdige Eigenschaft ist dabei in der Regel die Korrektheit oder Vollständigkeit der Information. Zu den möglichen Bedrohungen zählen zum Beispiel: physische Zerstörung, Verlust, unbefugte Veränderung, unbefugter Lesezugriff. Die Abschätzung von Schwere und Häufigkeit erfolgt in Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext und kann unterschiedlich ausfallen. So ist beispielsweise eine höhere Häufigkeit an Bedrohungen zu erwarten, wenn die Datenbank oder Datei im Internet verfügbar ist.

Verfügbarkeit (Availability)

Die Informationssicherheit umfasst verschiedene Aspekte, von denen einer das Schutzziel Verfügbarkeit ist. Das bedeutet, dass Informationen jederzeit und an jedem Ort verfügbar sein müssen. Dies ist wichtig, damit Benutzer auf ihre Daten zugreifen können, wenn sie es brauchen. Wenn ein System nicht verfügbar ist, kann es zu Ausfällen und Beeinträchtigungen der Leistung kommen. Aus diesem Grund ist die Verfügbarkeit eines der wichtigsten Schutzziele in der Informationssicherheit. Um die Verfügbarkeit des Systems sicherzustellen, müssen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, um sicherzustellen, dass keine schädlichen Einflüsse die Verfügbarkeit des Systems beeinträchtigen.

Was sind erweiterte Schutzziele der Informationssicherheit?

In der Informationssicherheit gibt es noch weitere Schutzziele, die bei besonderen Anforderungen mit einbezogen werden können. Diese erweiterten Schutzziele sind Authentizität, Nichtabstreitbarkeit und Verlässlichkeit.

Authentizität (Authenticity)

Authentizität bedeutet die Echtheit von Informationen. In der Informationssicherheit bezieht sich Authentizität auf die Echtheit von Daten, die über ein Netzwerk übertragen werden. Authentizität ist wichtig, weil sie sicherstellt, dass die Daten, die Sie erhalten, tatsächlich von dem Absender stammen und nicht von einer dritten Person oder einer malware-infizierten Maschine manipuliert wurden. Um Authentizität zu gewährleisten, werden Authentifizierungs- und Verschlüsselungstechniken verwendet. Authentifizierung bedeutet, den Absender einer Nachricht zu überprüfen, um sicherzustellen, dass er tatsächlich ist, wer er zu sein behauptet. Verschlüsselung bede

Nichtabstreitbarkeit (Non-Repudiation)

Nichtabstreitbarkeit ist ein Konzept, das in der Informationssicherheit verwendet wird. Es bezieht sich auf die Fähigkeit, überprüfbare Beweise dafür zu erstellen, dass bestimmte Informationen nicht verändert oder gelöscht wurden. Nichtabstreitbarkeit ist wichtig, um sicherzustellen, dass Daten nicht manipuliert werden und dass vertrauliche Informationen geschützt sind. Nichtabstreitbare Beweise können in Form von Hashwerten oder digitalen Signaturen erstellt werden. Durch die Nichtabstreitbarkeit kann der Ursprung von Daten eindeutig nachgewiesen werden.

Verlässlichkeit (Reliability)

Verlässlichkeit bedeutet, dass ein Verhalten beabsichtigt ist und konsistent durchgeführt wird. In der Informationssicherheit bezieht sich Verlässlichkeit auf die Fähigkeit eines Systems, seine Sicherheitsfunktionen zu erfüllen. Verlässlichkeit ist eines der Grundprinzipien der Informationssicherheit. Verlässlichkeit umfasst die Fähigkeit eines Systems, seine beabsichtigten Funktionen unter angegebenen Bedingungen im vorhersehbaren Zeitrahmen zu erfüllen. Ein verlässliches System ist ein System, auf das Verlass ist. Verlässlichkeit ist eine Eigenschaft, die manchmal mit Zuverlässigkeit verwechselt wird. Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit sind jedoch zwei unterschiedliche Konzepte. Zuverlässigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Systems, seine beabsichtigten Funktionen unter gegebenen Bedingungen im vorhersehbaren Zeitrahmen zu erfüllen. Im Gegensatz dazu ist Verlässlichkeit die Fähigkeit eines Systems, seine beabsichtigten Funktionen konsistent und zuverlässig zu erfüllen.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Implementierung von Maßnahmen zum Schutz von Informationen?

Die Hauptherausforderung bei der Implementierung von Maßnahmen zur Informationssicherheit ist die Abwägung zwischen den Kosten und dem Schutzbedürfnis. Oft sind die Kosten für einen vollständigen Schutz höher als das Risiko eines Angriffs. Zudem müssen die richtigen Maßnahmen identifiziert werden, um effektiv zu sein. Dies erfordert ein Verständnis der Bedrohungslage sowie der Schwachstellen des Unternehmens. Ohne dieses Wissen können teure Sicherheitsmaßnahmen implementiert werden, die keinen wirklichen Schutz bieten. Darüber hinaus kann es schwierig sein, neue Sicherheitsmaßnahmen in bestehende Systeme und Prozesse zu integrieren. Neben den technischen Herausforderungen gibt es auch organisatorische Hürden, die überwunden werden müssen. Dazu gehört beispielsweise das Schulungsbedürfnis der Mitarbeiter oder die Einführung neuer Sicherheitsrichtlinien.

All diese Faktoren müssen bei der Implementierung von Informationssicherheitsmaßnahmen berücksichtigt werden. Nur so können die Schutzziele erreicht und ein effektiver Schutz der Unternehmensinformationen gewährleistet werden.

Welche Rolle spielen Compliance-Anforderungen bei der Definition von Schutzzielen?

Wenn es um die Schutzziele der Informationssicherheit geht, sind Compliance-Anforderungen ein wichtiger Faktor. Diese geben vor, welche Maßnahmen ein Unternehmen ergreifen muss, um bestimmte Standards einzuhalten. Dabei kann es sich zum Beispiel um branchenspezifische Regelungen oder auch allgemeine Gesetze wie die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) handeln.

Die Einhaltung von Compliance-Anforderungen ist jedoch nicht immer einfach. Oft sind die Anforderungen sehr detailliert und komplex, so dass viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, sie umzusetzen. Zudem ändern sich die Anforderungen häufig, so dass Unternehmen ständig neue Maßnahmen ergreifen müssen, um up-to-date zu bleiben.

Ist eine Abgrenzung von Informationssicherheit vom Datenschutz notwendig oder sinnvoll?

Datenschutz und Informationssicherheit sind zwei unterschiedliche, aber miteinander verbundene Konzepte. Datenschutz befasst sich mit dem Schutz personenbezogener Daten vor unbefugtem Zugriff und Missbrauch. Informationssicherheit dagegen befasst sich mit dem Schutz von Daten allgemein, unabhängig davon, ob sie persönlich oder nichtpersönlich sind. Obwohl Datenschutz Teil der Informationssicherheit ist, wird es oft als eigenständiges Konzept betrachtet, da es einen umfassenderen Ansatz für den Schutz von Daten bietet. Datenschutz umfasst die technischen, physischen und organisatorischen Maßnahmen, die ergriffen werden, um den Zugriff auf personenbezogene Daten zu kontrollieren und zu verhindern, dass diese Daten missbraucht werden.

Zusammenfassung

Die Schutzziele der Informationssicherheit sind die elementaren Kernpunkte für den Schutz von Informationen. Sie umfassen alle Maßnahmen, die getroffen werden, um Daten vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Dabei spielen sowohl externe Bedrohungen als auch interne Risiken eine Rolle. Um diese Ziele zu erreichen, muss ein Unternehmen seine IT-Sicherheit entsprechend aufstellen und kontinuierlich weiterentwickeln.

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