Was sind Cyberangriffe?

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Inhaltsverzeichnis

Ein Cyberangriff (oder auch Hackerangriff genannt) ist der böswillige und vorsätzliche Versuch einer Person oder Organisation, die Sicherheit des Informationssystems einer anderen Person oder Organisation zu beeinträchtigen. In der Regel möchte sich der Angreifer einen Vorteil aus der Störung des Netzwerks des Opfers sichern.

Bei Cyberangriffen kommt hauptsächlich Schad- oder Spähsoftware zum Einsatz wie zum Beispiel Trojaner, Viren oder Würmer. Cyberangriffe kompromittieren massiv die Schutzziele der Informationssicherheit. Sie gefährden weltweit Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen. Vor allem kritische Infrastrukturen geraten zunehmend ins Fadenkreuz von Cyber-Kriminellen. Ein erfolgreicher Angriff kann Menschen, Wirtschaft und Gesellschaft enormen Schaden zufügen. Um sich gegen solche Bedrohungen zu wehren, ist es notwendig zu verstehen, wie Cyberangriffe funktionieren und was die Angreifer motiviert. Nur so können wirksame Gegenmaßnahmen entwickelt werden. Cyberattacken werden immer raffinierter und werden oft erst lange nach dem Ereignis erkannt. Entsprechend hoch ist der entstandene Schaden. Insbesondere Angriffe auf kritische Infrastrukturen können weitreichende Folgen für die öffentliche Sicherheit haben. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Digitalisierung ist es daher unerlässlich, die Informationssicherheit weiterzuentwickeln und das Bewusstsein für die Risiken im Umgang mit Daten zu schärfen. Cybersicherheit muss für Unternehmen und Einzelpersonen gleichermaßen zur obersten Priorität werden, wenn wir uns gegen die ständig wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität schützen wollen. Wenn Sie sich fragen, was genau ein Cyberangriff bzw. Cyberattacke ist und welche Folgen er haben kann, sind Sie hier genau richtig. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die häufigsten Arten von Cyberangriffen und deren Folgen.

Die häufigsten Arten von Cyberangriffen

  • Denial-of-Service-Attacken (DoS): Dabei handelt es sich um einen Angriff, bei dem das Netzwerk eines Unternehmens so überlastet wird, dass es nicht mehr in der Lage ist, die Anfragen seiner Kunden zu bearbeiten. In der Regel werden solche ddos Angriffe durchgeführt, um das Unternehmen zu erpressen.
  • Phishing-Attacken: Beim Phishing versuchen Cyber-Kriminelle, an vertrauliche Informationen wie etwa Passwörter oder Kreditkartendaten zu gelangen. Dazu senden sie gefälschte E-Mails im Namen bekannter Unternehmen oder Organisationen und locken so die Empfänger dazu, auf einen Link in der Nachricht zu klicken. Dadurch werden die Opfer auf eine gefälschte Website geleitet, auf der sie ihre Daten eingeben sollen.
  • Malware: Malware ist ein Sammelbegriff für Schadsoftware wie Viren, Würmer und Trojaner. Diese Programme werden in der Regel ohne das Wissen des Anwenders installiert und können dann zum Beispiel sensible Daten stehlen oder das System manipulieren.
    • Ransomware: Ransomware ist eine Art von Malware, die die Dateien eines Opfers verschlüsselt und ein Lösegeld verlangt, um sie zu entschlüsseln. Ransomware-Angriffe werden normalerweise mit Phishing-E-Mails oder bösartigen Anhängen ausgeführt, die das Opfer dazu verleiten, die Malware herunterzuladen und zu installieren. Nach der Installation beginnt die Ransomware, die Dateien des Opfers zu verschlüsseln, wodurch sie unzugänglich werden. Der Angreifer fordert dann die Zahlung eines Lösegelds, um den Entschlüsselungsschlüssel bereitzustellen. Ransomware-Angriffe können schwerwiegende Folgen für das Opfer haben, da seine Dateien möglicherweise dauerhaft verschlüsselt werden, wenn das Lösegeld nicht gezahlt wird. Ransomware ist eine wachsende Bedrohung, und Unternehmen und Einzelpersonen sollten Maßnahmen ergreifen, um sich vor diesen Angriffen zu schützen.
  • SQL-Injection: Hier greifen Kriminelle in die Kommunikation zwischen Anwendung und Datenbank ein. Dadurch können sie zum Beispiel Schadsoftware auf dem System installieren oder sensible Daten stehlen.

Botnet als Instrument von Cyberkriminellen?

Botnets sind eine Art Computernetzwerk, das zur Ausführung böswilliger Aufgaben verwendet wird. Der Name kommt von dem Wort „Bot“, das für „Roboter“ steht. Botnets werden normalerweise verwendet, um Spam-E-Mails zu versenden, Denial-of-Service-Angriffe zu starten oder persönliche Informationen zu stehlen. Botnets können sehr groß sein, wobei einige Schätzungen davon ausgehen, dass Millionen von Computern mit Botnet-Software infiziert sind. Botnets werden oft von einer einzelnen Person kontrolliert, die als Botmaster bezeichnet wird. Der Botmaster verwendet eine spezielle Software, um Befehle an die Computer im Botnetz zu senden. Diese Befehle teilen den Computern mit, was zu tun ist, z. B. das Überfluten einer Website mit Datenverkehr oder das Versenden von Spam-E-Mails. Es kann sehr schwierig sein, Botnets abzuschalten, da der Botmaster einfach zu einem neuen Satz infizierter Computer wechseln kann, wenn die alten offline geschaltet werden. Daher ist es für Privatpersonen und Unternehmen wichtig, ihre Computer vor einer Infektion mit Botnet-Software zu schützen.

Was passiert bei einem Cyberangriff

Cyberangriffe sind Angriffe, die auf computergestützte Systeme und Netzwerke abzielen. Cyber-Kriminelle und Hacker nutzen Cyberangriffe, um sensible Informationen wie z.B. Bankdaten zu stehlen. Cyberattacken können auch dazu genutzt werden, um systemkritische Infrastrukturen wie z.B. Kraftwerke oder Verkehrswege lahmzulegen. Die Cyber-Kriminalität ist ein weit verbreitetes Problem, das immer mehr Unternehmen und Behörden betrifft.

Um sich gegen Cyberangriffe zu schützen, müssen Unternehmen und Behörden ihre IT-Systeme regelmäßig überprüfen und sicherstellen, dass alle Sicherheitslücken geschlossen sind. Hackerangriffe sind Angriffe, die darauf abzielen, Computersysteme oder Netzwerke zu infiltrieren, um Daten zu stehlen oder zu zerstören. Cyber-Kriminelle nutzen eine Vielzahl von Techniken, um in das System einzudringen. Einmal in das System eingedrungen, können die Cyber-Kriminellen die Kontrolle über das System übernehmen und Daten stehlen oder zerstören. Cyberattacken können einzelne Computer-, Netzwerk- und/oder Anwendungssysteme betreffen. Oft werden Cyberangriffe von außerhalb des Unternehmens initiiert. Cyber-Kriminelle können jedoch auch intern agieren, indem sie beispielsweise Zugriff auf Kundendaten oder Geschäftsgeheimnisse erlangen.

Folgen von Cyberangriffen

Cyberangriffe können für Unternehmen verheerende Folgen haben. Zum einen können sie zu finanziellen Schäden führen, zum anderen können sie das Ansehen und den Ruf eines Unternehmens beschädigen. Cyberattacken können auch zu rechtlichen Konsequenzen führen, wenn etwa vertrauliche oder personenbezogene Daten gestohlen werden. Hackerangriffe können außerdem zu einer Unterbrechung der Geschäftstätigkeit führen, was insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen verheerend sein kann.

Cyberangriffe haben oft weitreichende Folgen für die betroffenen Unternehmen. Dazu gehören etwa:

– Finanzielle Schäden durch Ausfallzeiten in der Produktion, Wiederherstellungskosten oder Strafen;

– Imageschäden;

– Datenschutzrechtliche Konsequenzen wie etwa Bußgelder;

-Diebstahl von Kundendaten oder Geschäftsgeheimnissen;

-Zerstörung von Daten;

-Ausspionieren von internen Kommunikationsprozessen;

-Unterbrechung oder Beeinträchtigung des Betriebs eines Unternehmens.

Schutz vor Cyberangriffen

Um sich vor Cyberangriffen zu schützen, sollten Unternehmen ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellen und ihre Mitarbeiter regelmäßig über die Gefahren von Cyberangriffen sowie die notwendigen Schutzmaßnahmen informieren. Weitere Informationen zum Thema “Hilfe bei Cyberangriff” und “IT-Risikomanagement” finden Sie in unseren Lösungen.

Es gibt eine Reihe von Dingen, die Sie tun können, um Ihr Unternehmen vor Cyberattacken zu schützen.

  1. Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass Ihre gesamte Software auf dem neuesten Stand ist und Sie ein gutes Antivirenprogramm installiert haben.
  2. Sollten Sie sichere Passwörter (und/oder 2 Faktor Authentifizierung für zumindest Admin Konten) für alle Ihre Online-Konten erstellen und diese regelmäßig ändern.
  3. Sollten Sie sicherstellen, dass Sie eine Firewall sowie einen guten Pop-up-Blocker installiert haben.
  4. Sollten Sie Ihre Daten regelmäßig sichern und Backups erstellen.
  5. Sollten Sie sensibel mit Ihren Daten umgehen und diese nicht an unbekannte Personen weitergeben.
  6. Sollten Sie vorsichtig mit E-Mails und Anhängen umgehen (Sichwort: Mitarbeiter Awarenss-Schulungen).

Cyber-Kill-Chain – Verfahrensmodell zum Verständnis eines typischen Angriffs

Cyber-Kill-Chain ist ein von Lockheed Martin entwickeltes Cybersicherheitsmodell. Es beschreibt die Phasen eines typischen Cyberangriffs, von der Aufklärung bis zur Ausführung. Das Modell kann verwendet werden, um Unternehmen dabei zu unterstützen, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und sich dagegen zu wehren. Die Cyber-Kill-Chain ist in sieben Phasen unterteilt: Aufklärung, Bewaffnung, Lieferung, Ausbeutung, Installation, Befehl und Kontrolle sowie Aktionen zu Zielen (In Englisch: reconnaissance, weaponization, delivery, exploitation, installation, command and control, and actions on objectives). Es beginnt damit, dass der Angreifer sein Ziel auskundschaftet, gefolgt davon, dass er Zugang zum System erhält. Sobald er im System ist, erhöht der Angreifer seine Privilegien und beginnt, Daten zu exfiltrieren. In der letzten Phase startet er einen zerstörerischen Angriff oder Ransomware. Die Cyber-Kill-Chain ist ein nützliches Framework zum Verständnis und zur Abwehr von Cyberangriffen. Durch die Identifizierung der Phasen eines Angriffs können Unternehmen gezielte Gegenmaßnahmen entwickeln, um sich gegen jede Phase zu verteidigen. Jede Phase stellt eine andere Phase eines Angriffs dar, und jede Phase stellt ihre eigenen Herausforderungen für die Verteidigung dar. Durch das Verständnis des Cyber-Kill-Chain-Modells können Unternehmen effektivere Sicherheitsstrategien zum Schutz ihrer Systeme und Daten entwickeln.

Aktuelle Angriffe in Deutschland

In den letzten Jahren ist die Zahl der Hackerangriffe in Deutschland stark gestiegen. Laut einer Studie von Sophos vom April 2022 war die Anzahl von Erpressungstrojanern in Deutschland noch nie so hoch. Laut der Studie von Sophos ergaben sich folgende Erkenntnisse:

  • 2 von 3 Befragten in Deutschland gaben an, einen Ransomware Angriff im vergangenen Jahr gehabt zu haben und
  • ca. 42% der Ransomware-Opfer in Deutschland zahlen Lösegeld.
  • Durchschnittlich lagen die Kosten eines Ransomware Angriffs bei 1,64 Mio.€ bei den befragten deutschen Unternehmen, wobei deutsche Unternehmen im Durchschnitt 250.000€ Lösegeld zahlten.
  • Wichtige Anmerkung: Nur 64 % der Unternehmen, die Lösegeld zahlten, bekamen ihre Daten zurück!

Die Hacker-Kriminellen nutzen dabei immer ausgefeiltere Methoden, um an die Daten der Unternehmen zu gelangen. Oft stecken hinter den Angriffen auch organisierte Banden, die professionell vorgehen und sich auf das Stehlen von Daten spezialisiert haben. In den letzten Jahren haben Hackerangriffe in Deutschland zugenommen. Viele Unternehmen und Behörden sind Opfer von Cyberangriffen geworden. Die Hacker nutzen die Schwächen in den IT-Systemen aus, um an sensible Daten zu gelangen. Oftmals werden die Angriffe von Cyber-Kriminellen durchgeführt, die mit den gestohlenen Daten Geld verdienen wollen. In den Nachrichten sind immer wieder Berichte über aktuelle Hackerangriffe zu finden. Hier einige bekannte Beispiele für Hackerangriffe in Deutschland:

  • Im Jahr 2015 wurden mehrere Unternehmen des Gesundheitswesens Opfer eines Hackerangriffs. Die Angreifer erlangten Zugriff auf privat patientengebundene Daten, wie zum Beispiel Krankheitsgeschichten oder Versicherungsdaten.
  • Im Jahr 2016 gelang es einer Gruppe von Hackern, in das IT-System des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einzudringen. Dabei wurden Daten von mehreren hundert Unternehmen und Behörden gestohlen.
  • Im Jahr 2017 wurden mehrere deutsche Bahnhöfe Opfer eines Hackerangriffs. Die Angreifer nutzten die Schwachstelle in dem IT-System der Bahn aus, um Zugang zu den Fahrplänen der Bahn zu erlangen.
  • Im Mai 2022 wurde die Firma AGCO/Fendt in Marktoberdorf Opfer eines Cyberangriffs, wobei der normale Geschäftsbetrieb sehr stark für einige Zeit beeinträchtigt wurde.
  • Im Juni 2022 wurde der deutsche Engergieversorger Entega Opfer eines Hackerangriffs.

Obwohl die Zahl der Cyberangriffe in Deutschland in den letzten Jahren stark gestiegen ist, so sind die Unternehmen und Behörden noch immer nicht ausreichend geschützt. Viele Unternehmen haben noch immer kein Sicherheitskonzept, um sich vor Cyberangriffen zu schützen. Auch die Mitarbeiter sind oft nicht ausreichend über die Gefahren von Cyberangriffen informiert. Es ist wichtig, dass Unternehmen und Behörden ihre IT-Systeme regelmäßig überprüfen und Sicherheitslücken schnell schließen. Nur so können sie sich vor den immer ausgeklügelteren Methoden der Hacker schützen. Wir helfen Ihnen gerne, kontaktieren Sie uns jetzt!

Kosten eines Cyberangriffs

Die Kosten eines Hackerangriffs können Ihr Unternehmen ruinieren.

Einige Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit jedes Jahr Schäden in Höhe von rund 600 Mrd. US-Dollar durch Cyberkriminalität entstehen. Diese Zahlen verdeutlichen, welche Bedrohung Cyberangriffe für Unternehmen darstellen. Dennoch ist es wichtig zu betonen, dass die Kosten eines Cyberangriffs nicht immer in finanzieller Hinsicht gemessen werden können.

Die Folgen eines erfolgreichen Cyberangriffs können weit über die finanziellen Schäden hinausgehen. So können beispielsweise sensible Kundendaten in die Hände von Cyber-Kriminellen gelangen, was zu einem massiven Vertrauensverlust führen kann. Auch der Ruf eines Unternehmens kann durch einen Cyberangriff nachhaltig beschädigt werden.

In einer immer digitaler werdenden Welt ist es für Unternehmen daher umso wichtiger, sich gegen Cyberangriffe zu schützen.

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Dr. Michael Gorski
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